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Trojanerinnen, Die / Die Troerinnen

Originaltitel:The Trojan Women
Regie:Michael Cacoyannis
Handlungszeit:-1250
Land:USA + Griechenland + England
Darsteller:Brian Blessed ... der Bote der Griechen Katharine Hepburn ... Hekuba, Königin von Troja Geneviève Bujold ... Kassandra, ihre Tochter Vanessa Redgrave ... Andromache, Hektors Frau Irene Papas ... die schöne Helena Patrick Magee ... Menelaos, König von Sparta
Drehjahr:1971-00-00
Crew:Drehbuch ... Edith Hamilton, Michael Cacoyannis (nach Euripides) Produktion ... Anis Nohra, Michael Cacoyannis Kamera ... Alfio Contini Schnitt ... Michael Cacoyannis Art Direction ... Nicholas Georgiadis Kostüme ... Nicholas Georgiadis Musik ... Mikis Theodorakis gedreht in Castilla-La Mancha (Spanien)
Filmgesellschaft:Josef Shaftel Productions
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105 Minuten Inhalt: Die Griechen haben Troja besiegt und die Beute unter sich aufgeteilt. Jetzt beraten sie (für den Zuschauer unsichtbar) über das Schicksal der Frauen von Troja. Von Zeit zu Zeit teilt ein Bote ihnen mit, was entschieden wurde. Als erste verlässt die Hellseherin Kassandra Troja, um die neue Frau des Agamemnon zu werden. Sie überlegt, ihn bei der Hochzeit zu töten. Danach wird Andromache Sklavin bei einem griechischen Feldherrn - und ihr Sohn, den sie von dem Trojanischen Helden Hektor hat, wird getötet, damit Troja keine neuen Helden hervorbringen kann. Die schöne Helena, die mit ihrer Flucht nach Troja diesen Krieg einst ausgelöst hat, wird von ihrem Gatten Menelaos nach Hause geholt - er will sie da steinigen lassen (was den Trojanerinnen sehr gefällt). Schließlich bringt man Hekuba den toten Sohn der Andromache zurück. Sie darf ihn noch würdevoll bestatten - dann müssen die restlichen Frauen auch auf die Schiffe. Hekuba fällt ausgerechnet an den Fürsten von Ithaka, Odysseus, durch dessen List mit dem Trojanischen Pferd ihre schöne Stadt besiegt wurde. Kritik: "Dieser Film ist all denen gewidmet, die sich der Unterdrückung des Menschen durch den Menschen furchtlos entgegenstellen", so verkündet der Vorspann. Eine lobenswerte Absicht - und man darf auch unterstellen, dass es Cacoyannis ernst damit war. Schließlich war in seiner Heimat Griechenland damals noch eine brutale Militärdiktatur an der Macht. Doch wie so oft ist "gut gemeint" nicht automatisch "gut". Der Film ist im Wesentlichen eine ermüdende Abfolge von Monologen, in denen die Trojanerinnen ihr Leid beklagen - lediglich unterbrochen durch gelegentliche hysterische Ausfälle der Protagonistinnen. So dreht die Handlung sich immerfort um dasselbe Thema und entwickelt sich nirgendwohin. Noch dazu ist das Ganze wie in Zeitlupe inszeniert und optisch wenig reizvoll ausgestattet. Schon nach kurzer Zeit gibt es nichts mehr, was das Interesse des Zuschauers noch wach halten könnte. Dennoch ist der Film in seinen wenigen eindringlichen Momenten durchaus berührend: Das Leid der Zivilbevölkerung, die in den zerstörten Städten zurückbleibt - leider immer noch ein aktuelles, sehr bewegendes Thema. Es ist geradezu erschreckend, wie wenig sich da in den tausenden von Jahren geändert hat. Doch solche Momente sind leider selten. Was überwiegt, sind zwei Stunden gepflegte Langeweile. Aber immerhin von Euripides.

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